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Argumente gegen Schatzregalien + Rechtliche Lage bei Schatzfunden

Archaeologie -

spannende Erkundung der Vorzeit

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Die Archaeologie beschäftigt sich mit der kulturellen Entwicklung der Menschheit. Das ist ziemlich langer Zeitraum; er beginnt vor mehr als einer Million Jahren und führt bis in die jüngere Vergangenheit.

Die Archäologie ist teilweise eng verbunden mit der Geschichtswissenschaft, stützt sich aber mehr auf die materiellen Hinterlassenschaften des Menschen, während jene vor allem die schriftlichen Quellen auswertet (und allein schon deshalb nicht sehr weit in die Vergangenheit zurückgehen kann).
Die Wissenschaft von der Kulturgeschichte der Menschheit ist mega-spannend; keines der einzelnen Kapitel - Zeitabschnitte oder Sachgebiete - ist uninteressant.

Aber die Archäologie muss sich die Frage gefallen lassen, wozu sie eigentlich dient, welchen Nutzen wir aus den Erkenntnissen ziehen können, zu denen die Archäologen aufgrund ihrer Tätigkeit kommen. Immerhin gibt es archäologische Forschung nicht kostenlos, sondern sie wird von der Öffentlichkeit (durch Steuergelder) finanziert.

Es ist weitgehend unstrittig, dass sich aus der Archäologie kein unmittelbarer praktischer Nutzen für die Bewältigung der Probleme ziehen lässt, vor denen die Menschheit heute steht.

Die Möglichkeiten und Grenzen archäologischer Erkenntnis sind in der Öffentlichkeit weitgehend unklar. Und nicht nur dort: Auch den Wissenschaftlern selbst ist dieses Problem grundsätzlich natürlich bekannt. Aber sie stellen sich dieser Frage nicht gerne, sondern graben und sammeln, vermessen und katalogisieren unentwegt und ignorieren dabei allzu gerne, dass

  • das Katalogisieren immer neuer Funde nicht zwangsläufig zu einer besseren Theoriebildung führt
  • für die Beantwortung der meisten archäologischen Fragen längst mehr als genug Material zur Verfügung steht (in den Kellern der Museen lagern tonnenweise alte Keramikgefässe und andere Artefakte)
  • der Wert archäologischer Theorien überhaupt erst einmal bewiesen werden müsste.

Eine Diskussion über dieses Thema - die Grenzen und Möglichkeiten archäologischer Erkenntnis - ist überfällig und zwar sowohl innerhalb der beteiligten Wissenschaftler, als auch unter Hinzuziehung der interessierten Öffentlichkeit. Das wäre, wie 'mal formuliert wurde, wichtiger und erkenntnisreicher "als 30 neu entdeckte Tonnen Keramik oder eine Million weiterer Reihengräber".

Dieser Frage - welchen praktischen Nutzen hat die Archäologie? - will Archaeologie.biz nachgehen - das ist eines der grossen Anliegen dieses Projektes.

Archaeologie.biz will diese Diskussion öffentlich und ausserhalb der Zwänge wissenschaftlicher und berufsständischer Vereinigungen führen. Der Verfasser ist völlig unabhängig von jedweder archäologischer Organisation; er ist niemandem verpflichtet, ausser der Wahrheit.

Aber natürlich ist auch der Verfasser nicht frei vom Zauber archäologischer Forschung - es macht einfach Spass, sich mit unserer Kulturgeschichte zu beschäftigen und befriedigt in starkem Masse unsere menschliche Neugier. Alle bekannten menschlichen Kulturen haben sich in der einen oder anderen Weise mit ihrer eigenen Geschichte befasst.

Neben diesem zentralen Anliegen will Archaeologie.biz deshalb natürlich auch einige Fragen und Themen aufgreifen, die viele Menschen interessant finden; der Verfasser hat nicht den Anspruch, alle Seiten des Themas zu beleuchten. Es wird in diesen Kapiteln auch nicht darum gehen, noch wieder ein neues Werk über archäologische Forschungen und Funde zu veröffentlichen - es gibt wahrhaftig genug Literatur über jedes kleine Tongefäss - sondern es soll versucht werden, bekannte Themen mit neuen Fragen zu konfrontieren.

Das Elend der Archäologie

Das ist wichtig, um abweichenden Meinungen eine Stimme zu verleihen. Das ist nötig, weil Archäologen meistens das sind, was man in anderen Wissenschaften etwas abschätzig "Fliegenbeinzähler" nennt und womit man das ununterbrochene Erfassen von Daten versteht, ohne sie zu einer Theorie zu verknüpfen. Wahrscheinlich ist das eine Berufskrankheit, denn praktische archäologische Arbeit besteht nun mal zu einem überwältigend grossen Teil darin, die Überreste der alten Kulturen zu sammeln und zu katalogisieren. Die Theoriebildung bleibt allzu häufig auf der Strecke, genauso wie der Blick über den Tellerrand des eigenen kulturgeschichtlichen Forschungs(teil-)bereichs hinaus.

Das ist nachvollziehbar und wir wollen es auch gar nicht den betroffenen Wissenschaftlern anlasten: die Leute sind einfach überfordert!
Wann soll denn noch Zeit bleiben für eine solide Theoriebildung, wenn man ständig nur vor der Baggerschaufel arbeitet? Nach seriösen Schätzungen binden Notbergungen 90% der archäologischen Arbeit und trotzdem werden nur wenige Prozent der Kulturgüter vor den Baggerschaufeln gerettet.

Der Flächenverbrauch in Deutschland (und nicht nur in unserem Land) ist einfach zu gross; die Zeugnisse der Vergangenheit verschwinden überwiegend unter Strassen und in Baustellen. Wenn eine Baustelle nicht gerade im Bereich einer archäologischen Verdachtsfläche liegt (und damit unter der argwöhnischen Aufsicht der zuständigen Behörde), wird mancher leitende Bau-Ingenieur versucht sein, nichts zu sehen, zu hören und zu sagen, wenn die Baggerschaufel an alten Sachen schrabt: Die Stilllegung der Baustelle zum Zwecke einer archäologischen Notbergung kostet Zeit und der Bauherr muss sogar noch die Kosten für den Personaleinsatz übernehmen. Augen zu und durch, Beton rauf und fertig . . . .

Welche Themen können behandelt werden und warum?
Pompeji und Herkulaneum sind umfassend erforscht, das nicht mehr völlig geheimnisvolle Volk der Etrusker schon weniger, es kann um Megalithgräber ("Hünengräber") in Norddeutschland gehen oder um die bis heute kontrovers diskutierten Steinsetzungen in der Bretagne (Carnac). Auch die Funde aus der Slawen- und Wikingerzeit in Norddeutschland, Haithabu und Rerik, die Mayas mit ihren Pyramiden - das sind nur einige der Themen, die hier sukzessive beleuchtet werden können.

Teil des sog. Goldschatzes von Hiddensee

Dabei soll allerdings versucht werden, besonders jene Fragen zu thematisieren, die noch auf eine Klärung warten, weil sie bisher gar nicht oder kontrovers diskutiert werden.

Als Beispiel mag hier der Goldschatz von Hiddensee dienen, von dem namhafte Wissenschaftler behaupten, dass seine Herkunft wohl nie geklärt werden könne.

Dabei wäre die Geschichte dieses Goldschatzes - von der Fertigung über die tatsächlichen Umstände des Verlustes bis hin zu seiner ungewöhnlichen Fundgeschichte - ein enorm wichtiger Puzzlestein zur Enträtselung der Wikinger.

Gesondert beleuchten wollen wir drei Sondergebiete bzw. Methoden der Archäologie, nämlich die Unterwasserarchäologie, die Luftbildarchäologie und die Experimentelle Archäologie. Diese Methoden haben sich erst seit jüngerer Zeit innerhalb der sowieso sehr jungen Wissenschaft der Archäologie entwickelt. Nicht zuletzt deshalb finden sie das besondere Interesse des Verfassers.

Die Arbeit von Archäologen
ist i.d.R. bei weitem nicht so spannend und abenteuerlich, wie der Laie sich das vorstellt: Stundenlanges Suchen mit Kelle, Spachtel und Pinsel auf einem Platz von bestenfalls einigen Quadratmetern, immer auf Knien oder in der Hocke - das kann ganz schön anstrengend sein. Zeichnen, dokumentieren, katalogisieren - es wäre todlangweilig, wenn nicht der Stoff so interessant wäre, um den es geht.

Die Archäologie lebt von harten Fakten, phantasievolle Theorien sind ganz nett und gelegentlich wohl auch der Anlass, um an einem Ort gezielt nach kulturellen Hinterlassenschaften zu suchen. Meistens aber ist die Arbeit entgegengesetzt aufgebaut:
Es sind Funde vorhanden, die vermessen, ausgewertet und evtl. geborgen werden und die dann (!) mit dem vorhandenen theoretischen Wissen in Übereinstimmung gebracht werden. Das ist so, weil es viel mehr Funde gibt, als die Archäologen überhaupt bergen können.

Bei der Felderkundung werden alle Befunde in Bild (Zeichnung, Foto, Film) und Schrift festgehalten und die geborgenen Fundstücke werden katalogisiert. Das ist Schreibarbeit ohne Ende. Papier, Stift und Notebook sind die wichtigsten Werkzeuge des Archäologen - wichtiger noch, als Kelle und Spachtel.
Vergleichend oder durch den Einsatz von naturwissenschaftlichen Methoden werden Alter (z.B. Radiokarbonmethode/ C-14-methode), Herkunft (z.B. Bestimmung der Fundschicht) und Funktion (z.B. durch Vergleich mit ähnlichen Fundstücken oder durch Experimente) der Fundstücke festgestellt.

Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild des Lebens in längst vergangenen Zeiten zu erhalten. Erkenntnisse über den Werkzeuggebrauch und Stand der Technik, Sozialstruktur, religiöse Vorstellungen, Ess- und Trinkgewohnheiten, Überlebensstrategien u.v.a.m. geben Antworten auf eine der Grundfragen der Menschheit: Wo komm' ich her - wo geh' ich hin?

Wie wird man Archäologe/ Archäologin?
Archäologoe kann man als Kurzstudium ("grundständiges Studium") mit dem Abschluss Bachelor studieren und danach weiterführend ein Masterstudium. Das Masterstudium kann evtl. auch begonnen werden, wenn man ein Studium in einem anderen Fach mit einem berufsqualifizierenden Abschluss als in Archäologie absolviert hat, z.B. Altertumswissenschaften, Islamwissenschaft, Jüdische Studien, Judaistik, Ägyptologie. > mehr über die Ausbildung als Archäologe/ Archäologin.

Die Situation der archäologischen Forschung in Deutschland:
In Deutschland hat sich der Staat ein faktisches Monopol auf die archäologische Forschung gesichert. Ein ganz wichtiges Instrument dazu sind die Schatzregale der einzelnen Bundesländer. Im Rahmen der archäologische Betreuung von Bauvorhaben werden auch private Firmen hinzugezogen, denn da ist mehr Geld vorhanden: Die archäologische Erkundung und Sicherung im Rahmen von Bauvorhaben muss der Bauherr bezahlen . . . .

Grundsätzlich könnte die starke Kontrolle durch staatlich beauftragte Wissenschaftler durchaus richtig sein, denn dadurch kann natürlich verhindert werden, dass Amateure durch unsachgemässes Herangehen an Grabungsplätzen wichtige Kulturgüter zerstören. Allerdings hat die Sache einen Haken:

Der Staat (i.d.R. die Länder, denn die Archäologie ist Ländersache) stellt viel zu wenig Mittel - vor allem für Personal - zur Verfügung und kann dadurch den Anforderungen an die archäologische Forschung oft nicht besser entsprechen, als ein mittelmässiger Raubgräber.

So wurden beim Bau der neuen Erdgastrasse NEL durch Mecklenburg-Vorpommern unzählige alte Siedlungsplätze angeschnitten, die dann oft in aller Hast von den Archäologen untersucht wurden, bevor die Bagger kamen und alles zerstörten. Einzelne Fundorte in Niedersachsen wurden zwar auch besser untersucht (und das kommt dann natürlich in aller Breite in die Medien, siehe den Beitrag über den Sensationsfund bei Gessel in Niedersachsen auf Archaeologikon.de), aber die meisten Fundorte konnten bestenfalls oberflächlich vermessen und untersucht werden. Dabei sind ausserordentlich viele archäologische Quellen unwiederbringlich verloren gegangen.

Die Realisierung dieser Erdgasleitung hat dabei aber auch deutlich gemacht, wie unglaublich viele interessante Funde gemacht werden könnten, wenn die archäologische Forschung so betrieben würde, wie es eigentlich nötig wäre.


Die Angaben auf dieser WebSite sind sorgföltig recherchiert worden. Eine Gewähr für ihre Richtigkeit kann allerdings trotzdem nicht übernommen werden. Sollten versehentlich falsche Behauptungen aufgenommen worden sein, ist es nicht nötig, den Verfasser juristisch abzumahnen, sondern es reicht dann ein Hinweis auf den unrichtigen Sachverhalt und der entsprechende Sachverhalt wird korrigiert. Diese nicht-kommerzielle Seite über Archaeologie existiert seit Ende September 2012 und wird erst entwickelt bzw. kontinuierlich ergänzt

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